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Zuckeralternativen für Naschkatzen - natürlich und kalorienfrei


Nichts ist so süß wie Zucker – oder doch? Es gibt sie, die gesunden Alternativen zum „Laster“ Zucker:

Stevia, das subtropische Heilkraut aus Paraguay ist so gut wie kalorienfrei¸verursacht keine Karies und wirkt sich nicht negativ auf den Blutzuckerspiegel aus.
In Südamerika gibt es rund 230 Stevia-Arten, aber nur die Stevia Rebaudiana Bertoni, die auch Süßkraut oder Honigkraut genannt wird, ist mit Süßstoffgehalt ausgestattet. Die Pflanzen werden überwiegend von Kleinbauern angebaut.

Stevia ist eine echte Alternative zu synthetischen Süßungsmitteln und darf seit Anfang Dezember 2011 als Lebensmittelzusatz in Österreich verkauft werden. In Australien, Neuseeland, in den USA, der Schweiz und in Frankreich dürfen seit 2008 Stevia-Extrakte als Süßmittel in Lebensmitteln eingesetzt werden.

Zugelassen ist nicht die Pflanze, sondern der Süssstoff „Steviolglycosid“, der aus ihr gewonnen wird.
Auch bei Ernährungstherapien wie zum Beispiel bei Diabetes oder Übergewicht kann der alternative Süssstoff eingesetzt werden. Ersetzt man Zucker durch Stevia sind ADS-Kinder (Aufmerksamkeitsdefizitsyndrom) weniger zappelig und aggressiv.

Der Verdacht, dass Stevioglycoside Krebs erregen könnten, wurde entkräftet, da unmöglich hohe Mengen konsumiert werden müssten, um Schaden zu nehmen.

Wie dosiert man nun diesen alternativen Süßstoff?
Die Süßkraft von Pulvern und Extrakten ist unterschiedlich, daher nimmt man am besten anfangs etwas weniger und süßt lieber nach, denn ein Zuviel an Stevia ergibt einen eher bitteren Geschmack.
Der Süßkraft von ¼kg Zucker entspricht:
- 1/3 TL Stevia Pulver weiß
- 1 TL Stevia-Pulver grün
- 1 gestr. TL Flüssigextrakt
- 2 TL pulverisierte Blätter

Für eine Tasse Kaffee oder Tee reicht eine Messerspitze Pulver bzw. 1-2 Tropfen Flüssigextrakt.

Ein weiterer Alternativstoff ist Erythrit.
Erythrit ist ein Zuckeralkohol, der in der Natur auch in Früchten wie Weintrauben, Birnen oder Melonen vorkommt. Auch Erythrit wird nicht synthetisch hergestellt, sondern ist ein Zuckeraustauschstoff, der aus Maisstärke gewonnen wird.
Der Süssstoff hat keine Kalorien, schmeckt wie Zucker, sieht aus wie Zucker und kann auch zum Backen verwendet werden. Weitere positive Eigenschaften: Erythrit fördert nicht die Kariesbildung, ist ein süßes Antioxidans – daher ein Radikalfänger und Jungbrunnen. Dieser Süßstoff,im Handel als Eristar, ist bereits seit 2006 in der EU als Lebensmittel zugelassen.

Da die Österreicher laut Untersuchungen pro Jahr über 40 Kilogramm Zucker vertilgen, wären diese gesunden Alternativen wirklich eine Überlegung wert.

Brigitta Mesenich