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Geschichtliches


Das Wappen des 22. Bezirks ist achtgeteilt. Dominante Farben sind rot und blau mit jeweils drei Schildern. Ein Schild hat einen silbernen, eines einen quer geteilten silber-roten Grund. Das Wappen von Donaustadt repräsentiert in den acht Feldern die ehemaligen Marchfeldgemeinden

Stadlau

Das sprechende Wappen symbolisiert mit einem Stadel in der Au den Bezirksteil. Auf blauem Hintergrund steht auf einer grünen Wiese mit Bäumen ein hölzerner Stadel. Der Stadel hat ein Strohdach mit zwei roten Fahnen, sein Tor ist verriegelt. "stadelowe" ist seit 1147/67 belegt. Der Name bezeichnet eine mit einem Stadel bebaute Au. In den Stadeln sammelte man früher das Zinsgetreide.

Aspern

Eine Espe steht als sprechendes Wappen für die ehemalige Marchfeldgemeinde Aspern. Vor silbernem Grund steht auf einer grünen Wiese ein grüner Baum. Die Espe weist auf den Namen des Bezirks ab. Von diesem Baum leitet sich der Name Aspern ab. Erstmals urkundlich belegt wurde "Asparn" 1250/60.

Süßenbrunn

Als Symbol für Süßenbrunn steht ein goldener Ziehbrunnen. Auf blauem Hintergrund ist auf einem grauen Steinboden ein goldener Ziehbrunnen abgebildet. Er ist überdacht, an einem Seil hängt ein goldener Eimer. Die Wappenfigur ist ein Hinweis auf einen hier einst bestehenden Brunnen. Zuerst hieß die Siedlung nur Brunn. Im Spätmittelalter bekam sie einen neuen Namen. Ausschlaggebend war ein Grundherr namens "Süß" oder "Siehs". Der Name bedeutet demnach "der Brunnen des Gutsherrn Süß".

Breitenlee

Ein silbernes Bindenschild mit Krummstab und Beutelbuch repräsentiert Breitenlee. Die aus dem Wappen des Schottenstifts entnommene Wappenfigur ist auf rotem Hintergrund abgebildet. Auf einem silbernen Balken in der Mitte des Wappenschildes liegt ein rotes Buch mit goldenen Schnallen - Das Beutelbuch. Senkrecht dazu kreuzt es ein goldener Krummstab. Das Schottenstift betreibt heute noch einen Gutshof und Landwirtschaft in Breitenlee. "Preitenlee" ist um 1200 erstmals belegt. Der Name leitet sich aus dem natürlichen Schutzdamm eines Donauarmes ab. Dieser "Lee" (Hügel) war namensgebend für die ehemalige Gemeinde.

Kagran

Der Heilige Georg als Drachentöter steht im Bezirkswappen für Kagran. Auf rotem Hintergrund ist die Drachentöterszene dargestellt. Der Heilige Georg sitzt in goldener Rüstung samt goldenem Helm auf einem silbernen Pferd mit blauer Pferdedecke. Er tötet mit einer goldenen Lanze einen auf dem Rücken liegenden grünen Drachen. Der Heilige Georg ist der Kirchenpatron der Kagraner Pfarrkirche. Der Name leitet sich vom verwandten "Wagram" ab. Bezeichnet wird dadurch der "Wogenrand der Donau". Erstmals belegt ist "Chagaran" bereits vor 1200.

Eßling

Ein musterverzierter goldener Adlerflügel symbolisiert Eßling. Das Wappenschild ist quer geteilt in ein silbernes und ein rotes Feld. Davor steht das Bild eines goldenen Adlerflügels. Dieser ist mit einer gemusterten Schärpe verziert: Auf silbernem Grund entsteht durch schwarze aufgelegte Spitzen ein Rautenmuster. Die Wappenfigur stammt aus dem Wappen der Herren von Eslarn. 1250/60 ist "Eselaren" belegt, seit 1590 wird es "Eßling" genannt. Die Herkunft des Namens ist nicht gänzlich geklärt. Entweder er leitet sich von einem Familiennamen, den Ezelaren ab, oder von einer Siedlung, deren Erwerb etwas mit Eseln zu tun hatte.

Kaisermühlen

Eine goldene Schiffsmühle steht als sprechendes Symbol für Kaisermühlen. Auf blauem Hintergrund ist eine goldene Schiffsmühle abgebildet. Sie steht für die in diesem Gebiet eingesetzten Schiffsmühlen. Die Benennung bezieht sich auf das Gebiet der Schiffsmühlen an der Donau und ihren Armen. Da die Mühlen Eigentum des Kaisers waren, lautet der Name Kaisermühlen.

Hirschstetten

Die sprechende Wappenfigur des springenden Hirschen repräsentiert Hirschstetten. Auf einer grünen Wiese vor rotem Hintergrund ist ein goldener, springender Zehnender abgebildet. Der Hirsch ist aufgrund einer falschen Namensableitung die Symbolfigur der ehemaligen Gemeinde Hirschstetten. 1258/59 erstmals belegt, hieß das Gebiet "Hertensteten", ab 1277 als "Hetsteten" bezeichnet. Der wahre Ursprung des Namens ist unklar. Ein Mann namens "Harto" könnte der Namensgeber der Siedlung sein. Ebenfalls möglich ist die Benennung nach einer Stätte des Herdes, oder nach der Bezeichnung für Diesseits der Donau, "herenter".

Fotos und Texte: Bezirksvorstehung 22. Bezirk