HOME

Geschichtliches


Das Wappen des 21. Bezirks ist sechsgeteilt. Auf fünf Wappenschildern liegt ein Herzschild auf. Die Grundfarben der Wappenfelder sind drei Mal silber, zwei Mal blau und ein Mal rot.

Der Wappenschild vereint die ehemals selbstständigen Gemeinden Floridsdorf, Leopoldau, Stammersdorf, Jedlesee, Strebersdorf und Großjedlersdorf.

Floridsdorf

Eine Vase mit roten Blumen steht als Wappenfigur der ehemaligen Gemeinde Floridsdorf. Der Herzschild zeigt auf silbernem Hintergrund eine grüne Blumenvase. Aus der zweihenkeligen Vase ragen zwischen sich rankenden Blättern drei rote Blumen. Die Wappenfigur weist auf den Namen des Bezirks, der auf das lateinische Wort "flos" für Blume anspielt.

Der Name des Bezirks geht auf eine Siedlung zurück, die nach Propst Floridus Leeb benannt war. Zuvor nannte sich die Siedlung "Am Spitz".

Leopoldau

Die goldenen Ähren symbolisieren die ehemalige Gemeinde Leopoldau. Auf blauem Grund reicht ein rechter Arm einen goldenen Ährenstrauß ins Wappenschild. Die fünf in einer Faust gehaltenen Ähren weisen auf die in Leopoldau betriebene Landwirtschaft hin.

Der Name geht auf Kaiser Leopold I. zurück. Auf seinen Wunsch wurde das 1120/36 erstmals als "Alpitowe" belegte Dorf umbenannt. Der ursprüngliche Name (später auch "Elpeltaw" und "Eypeltau" genannt) kam aus dem Slawischen und bedeutete "Schwanendorf".

Stammersdorf

Das sprechende Wappen symbolisiert durch Bäume die ehemalige Gemeinde Stammersdorf. Vor einem silbernen Hintergrund stehen auf einer grünen Wiese vier Bäume nebeneinander. Ein Laub- und drei Nadelbäume reichen bis zum oberen Rand des Wappens. Die mächtigen Baumstämme sind auf Grund einer Fehldeutung des Ortsnamens als sprechende Wappenfiguren zum Einsatz gekommen. Erstmals 1177/85 belegt, stammt der Ortsname "Stueumarstorf" beziehungsweise "Stevmarisdorf" vom slawischen Personennamen "Stojmir".

Jedlesee

Die Jungfrau Maria zu Loretto, das Jesuskind im Arm haltend, steht für Jedlesee. Völlig in Gold erstrahlt steht die Jungfrau Maria mit dem Jesuskind in der Mitte des silbernen Wappenschildes. Das Gnadenbild zeigt die beiden mit einem goldenen Mantel umhüllt, mit Perlenschnüren und Kronen verziert. Seitlich sind in rot zwei Buchstaben angebracht: M (für Maria) und L (für Loretto). Maria zu Loretto ist die Patronin der Jedleseer Kirche, das Wappen eine Nachbildung der dortigen Wallfahrtsstatue. Der Name "Jedlesee" stammt von einem Gewässernamen: einem See, der nach einem Mann mit dem Namen "Vci" benannt ist. Erstmals urkundlich erwähnt wurde Jedlesee 1120/25 als "Vcinse".

Strebersdorf

Ein Turm symbolisiert die ehemalige Gemeinde Strebersdorf. Der Hintergrund des Wappenschildes ist blau. Auf einer grünen Wiese ist ein Turm mit zwei roten Fahnen abgebildet. Der Turm ist weiß mit einem roten Dach. Zwei runde schwarze Fenster- und eine schwarze Toröffnung mit goldenen Toren sind im Turm integriert. Der Name führt auf die Benennung nach einer Person zurück: einem Mann namens "Strob(e)li". Erstmals beurkundet ist Strebersdorf 1250/60.

Großjedlersdorf

Die Wappenfigur von Großjedlersdorf ist das Bild zweier gekreuzter Säcke. Auf rotem Hintergrund liegen zwei silberne Säcke. Sie sind zugebunden und übereinander gekreuzt. Die Säcke stehen für die Landwirtschaft, die in Großjedlersdorf betrieben wird. Urkundlich belegt ist der Ort seit zirka 1150 als "Vrliugestorf", ab 1590 als "Jedledorff". Ein Mann mit dem Beinamen "Vrliug" gilt als Namenspate der ehemaligen Gemeinde. 

Fotos und Texte: Bezirksvorstehung 21. Bezirk